Next Stop German Downhill Cup Ilmenau!

18/07/2011

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Mit gemischten Gefühlen machte ich mich auf den Weg in meine geliebte Heimat - auf der einen Seite war ich glücklich, endlich mal wieder nach Hause zu kommen, den Geburtstag meiner  Freundin zu feiern, Zeit mit meinen Freunden und Familie zu verbringen, und natürlich mein Bike in Ilmenau auszureiten.

Andererseits war da der Bänderriss im Sprunggelenk, den ich mir in der Woche davor eingefangen hatte und das Sportverbot, das mir die Ärzte unbarmherzig auferlegt hatten. Ärztemeinung hin oder her, nach einiger Überlegung stand mein Entschluss fest: ich werde es am Freitag in Ilmenau einfach mal versuchen... Die Teilnahme stand also eher unter dem Motto „Dabei sein ist alles!“

Beim Track Walk hatte ich dann das Gefühl, als ob sich mein Herzschlag komplett ins Sprunggelenk verlagert hätte. Trotz Tapeverband und Schiene merkte ich, wie fragil das Gelenk war  und bewegte mich im Wald wie auf rohen Eiern. Sah bestimmt lustig aus...

Bei der ersten Trainingsfahrt änderte sich dann aber alles. Das Rennfieber hatte mich wieder gepackt und mein Adrenalin blendete die Sorge um den lädierten Knöchel aus. Mit einem Mal war auf der kurzen, abwechslungsreichen und anspruchsvollen Strecke „dabei sein“ eben nicht mehr alles... Ich kam allerdings schnell an meine Grenzen und mein kurzzeitiger Höhenflug wurde durch einen massiven Sturz ausgebremst – zum Glück ohne weitere Folgen. Ich rappelte mich auf, Bike ok, ich einigermaßen ok, weiter geht’s!

Für das Training am Samstag hatte ich noch einige Baustellen offen, deshalb holte mich der Wecker ungnädig früh aus den Federn. Den unteren Streckenabschnitt konnte ich nach kurzer Zeit für gut befinden und abhaken, aber im oberen Wurzelstück hatte ich noch einige Probleme. Um 17.25 Uhr durfte ich mich dann endlich beweisen, natürlich hatte ich für den Lauf eine neue Erwartungshaltung, die Top 20 sollten schon drin sein…

Ein Baum im besagten Wurzelstück bremste mich bei einem heftigen Aufprall mit der Schulter aus und ließ mich auf Platz 38 zurückfallen. Meine Enttäuschung war entsprechend groß; so groß, dass ich mir für Sonntag neue Linien suchte.

Die neue Linienwahl war goldrichtig, im Finallauf konnte ich bis auf einen kleinen Fahrfehler alles umsetzen. Und mindestens genau so wichtig: meine Freunde am Streckenrand peitschten mich mit ihrer sensationellen Performance auf Platz 15. Bevor sich im Ziel auch nur Anflüge von Enttäuschung breitmachen konnten, erinnerte ich mich, wie meine Ausgangslage für dieses Rennen gewesen war. Und so konnte ich den 15. Platz am Ende richtig genießen -  und mein Knöchel freut sich jetzt auf ein paar Tage Rekonvaleszenz.

Besonderen Dank an meine Freunde, meine Freundin und meine Sponsoren, die mich an diesem Wochenende grandios unterstützt haben!!

Den Höhepunkt des Jahres muss ich leider schweren Herzens verpassen. Unglücklicherweise kann ich nicht zur Deutschen Meisterschaft in Bad Wildbad antreten, da ich an diesem Samstag die Zwischenprüfung für mein Studium ablegen muss und es sich dabei um einen zentralen Termin handelt. Dafür werde ich in Spicak wieder voll angreifen!!

Cheers Felix